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Der Maulwurf
„Süßer die Kassen nie klingeln, als zu der Waheinachtszeit …“

Völlig richtig, verehrter Graf Zahl!

Es ist wieder mal Welpenalarm bei RiN.

Von den 8 Doodle-Welpen im November haben wir bereits berichtet.
Einnahmen, allein von diesen Sahneschnittchen: 4.000 Euro.

Und schon ist der RiN-Bus wieder in Bratislava, um am Samstag mehr als zwei Dutzend Hunde nach Deutschland zu karren.
Diesmal übrigens schon wieder tagsüber. Unverständlich, bei solch einer langen Reise, die für viele der angeschlagenen Tieren in Soest noch lange nicht zuende geht.
Aber wahrscheinlich bequemer für die Fahrerinnen und die Abholer.

Diemal mit dabei:
Drei propere Mischlingswelpen, die zwar offensichtlich aus einem Vermehrerzwinger kommen, aber verhältnismäßig gepflegt aussehen.
Sie wurden schon in der Vorschau beworben mit „wunderschöne Plüschwelpen, die gerade die Hölle passiert haben“. Welche Hölle diese Kleinen gerade passiert haben sollen, bleibt verborgen.
Doch Ausdrücke wie „Hölle“ für die - vor Weihnachten besonders anfälligen - Tränendrüsen sentimentaler Hundekäufer gehören zum ständigen Repertoire der Gierigen, damit ihr Verein überhaupt eine Rechtfertigung hat, derartige Hunde, die in der Slowakei durchaus gute Vermittlungschancen hätten, hierher zu verfrachten, um sie dann zu einem Vielfachen des Einkaufspreises und des dortigen Verkaufspreises hier an den Mann oder die Frau zu bringen.

Seit dem 18. November stehen diese 3 Welpen mit Fotos in der internen Vorschau. Doch bisher regte sich noch nicht der geringste Zweifel an dem als 01.07.2017 angegebenen Geburtstermin, obwohl selbst mit ungeübten Blick zu erkennen ist, dass das Alter der süßen Tierchen eher bei unter 12 Wochen als bei 18 -20 Wochen liegt, gerechnet vom Alter der Fotos.
Doch dann dürften die Kleinen noch nicht ausreisen, d. h. fürs Weihnachtsgeschäft wären sie verloren.

(Anm. des Verfassers: „Alles hier drüber und druter Gesagte spiegelt selbstverständlich nur meine eigene unmaßgebliche Meinung wider!“ )

Die drei putzeligen Welpen sollen zwar erst jetzt mit der nächsten Fuhre am 9. Dezember ankommen, aber die Gewitze hat bereits Mitte November, also 3 Wochen vorher, schon mal den Verkaufsslogan für die Internetpräsentation aus ihrem Archiv gekramt: „Geben Sie ihnen die Chance, Weihnachten zu Hause zu verbringen.“

Darüber würde sich dann wohl keiner mehr freuen, als sie selbst, bei derart leicht verdientem Geld: 3 x 500 € = 1.500 €, bei
verschwindend geringen Ausgaben.

Zudem ist das Risiko einer Strafverfolgung wegen der illegalen Einfuhr von zu jungen Tieren äußerst gering bis gar nicht vorhanden.
Denn wie sollte Madame Vorsitzende denn auch ahnen, dass jemand in der Slowakei u. a. das Geburtsdatum der Welpen rückdatiert in die Papiere eingetragen hat …
» 08.Dezember 2017 um 05:43Uhr «
Graf Zahl
Hallo Maulwurf,

Du hast recht: Mit Mila, Tibor, Tristan, Moomy, Russel, Santos Bograd und Gibbo wurden im November acht Mischlingswelpen ("Doodle" im Alter von gerade mal acht Wochen angeboten. Zur Herkunft wurde keine Angabe gemacht, sie seinen "aus einer Zucht" entlassen.
Der von DLDV gezeigte Fall bestätigt nur eins: "Tierschutz"-Welpen werden regelmäßig für den "Tierschutz"-Markt hergestellt und angeboten.
Süßer die Kassen nie klingeln...

Grüße
Zaunkönig
» 04.Dezember 2017 um 05:21Uhr «
Der Maulwurf
@ Graf Zahl

Vielen Dank für die unermüdliche Aufstellung der Ein- und Ausgänge bei RiN!
Sie ist sehr hilfreich.

Obwohl es nicht um einen Hund mehr oder weniger pro Monat geht, möchte ich zu Ihrem aktuellen post Folgendes anmerken:
Von den genannten Doodles sind zwar 7 Welpen im November verkauft worden, aber bekommen hat RiN 8 Welpen.
Hals über Kopf musste mal wieder irgendwo irgendjemandem schnell „geholfen“ werden, diesmal, ohne die genaue Anzahl der Tiere überhaupt zu kennen. Innerhalb kürzester Zeit wuchs die Zahl der angekündigten Hundchen von 6 auf 8. Dementsprechend schwierig gestaltete sich dann die Akquise weiterer Pflegestellen, die natürlich nur aus Muddis engstem Kreis kommen durfte.

Dass diese Welpen von einem, möglicherweise auch von zwei zuvor importierten Muttertieren stammen, wie in dem von Ihnen beigefügten Link beschrieben, halte ich für wenig wahrscheinlich.

Zum Einen würde RiN wohl keine trächtige Hündin für viel Geld einkaufen, da man das viel günstiger haben kann, z. B. von der „extrem schönen“ Janine E. und ihren nicht kastrierten Rassehündinnen.

Zum Anderen kamen die, bei der Abholung angeblich knapp 9 Wochen alten Welpen mit den typischen Krankheitssymptomen, wie man sie insbesondere bei Tieren von Hinterhofvermehrern aus osteuropäischen Ländern findet.
» 02.Dezember 2017 um 04:37Uhr «
Graf Zahl
Bestand an RiN/ LfD- Hundetagebüchern am 01.01. 2017 (Vorjahreszahlen in Klammern):

24 ( 15 ) Retriever in Not
59 ( 35 ) Liberties for dogs
83 ( 50 ) Hunde

Bestand am 30.11.2017:

15 ( 11 ) Retriever in Not
34 ( 31 ) Liberties for dogs
49 ( 42 ) Hunde

Zugänge in 2017: 292 ( 309 )
im Januar: 9 ( 15 ) Hunde
im Februar 39 ( 35 ) Hunde
im März 32 ( 30 ) Hunde
im April 26 ( 37 ) Hunde
im Mai 31 ( 36 ) Hunde
im Juni 34 ( 34 ) Hunde
im Juli 20 ( 34 ) Hunde
im August 18 ( 11 ) Hunde
im September 24 ( 27 ) Hunde
im Oktober 24 ( 25 ) Hunde
Im November 35 ( 25) Hunde

davon
70 Labrador
21 Golden
14 Chihuahua
40 FB
15 Mops
24 Malteser
13 ShiTzu
15 Mischlinge
3 EB
3 Beagle
1 Lhasa Apso
1 Bassett
3 JRT
1 Basett
6 Yorkie
8 Pudel
1 Weimaraner
7 Cocker
20 CKC
1 Japan Chin
6 Westie
2 Dackel
1 Bichon Frise
1 Bourdeaux-Dogge
1 Border Collie
2 Zwergspitz

Und als besondere Weihnachtsüberraschung:

7 Doodle-Welpen

Wer wissen möchte, wie “Tierschützer” regelmäßig in den Besitz solcher Rassehund-Würfe kommen, lese den FB-Beitrag beim Verein “Das Leid der Vermehrerhunde” zu folgenden Foto:

https://www.facebook.com/DLDV2014/photos/pcb.1666590573401981/1666590446735327/?type=3&theater

Zurück zum größten Rassehund - Import - Verein Deutschlands:

Verkaufte Tiere im Jahr 2017: 326 ( 317 )
(Anfangsbestand + Zugänge – Endbestand: 83 + 292 – 49)

Daraus folgt als Umsatz aus Tierverkäufen im Jahr 2017:

326 Hunde x 450 Euro = 146.700 Euros

Fragt Euch mal, wo das Geld bleibt...


Gruß
Graf Zahl
» 01.Dezember 2017 um 05:43Uhr «
MINNA von Sonnenschein
Und wieder ist ein neuer „Retriever-Stern“ geboren.
Manchmal fragt man sich, wie viele Vereinsgeburten nach RIN noch folgen werden, aber jeder dieser Vereine hegt den Wunsch, den Tierschutz neu zu erfinden.
Könnte es sein, dass dieses Denken, nur ein Wunschdenken ist?
Äußert man sich kritisch über Vereinsgebaren, wird man zur „Tierschutzkrähe“ gekürt, aber diesem Treiben kann man nur noch ein übermüdetes Lächeln abringen, denn die Personen, die diese Vereine managen, hoppen von einem Vereinchen zum anderen.
Wird dieses emsige Treiben noch von einem Tierschutzgedanken geprägt?
Oder geht’s nur noch um die Profilierung einzelner Persönchen?
Ein spendenbereites Gefolge haben wohl alle diese Vereinchen im Schlepptau, oder haben etwa diese Spender ebenso eine Neurose?

Gelesen habe ich mal, dass man dieses „Tierschutz auf der Überholspur“ nennt? Dann man rann, zum nächsten Vereinchen.

Mitleid kann man nur für die Tiere empfinden, die bei diesen Vereinen landen. Sehr oft müssen diese auf gepackten Koffern sitzen. Pflegestellenprofilneurotiker scheinen auch hier oftmals am werkeln zu sein, denn nach 2 Tagen, sitzt der zuvor aufgenommene Hund wieder auf einer anderen Pflegestelle und das alles läuft oftmals im Geheimen ab, wo man sich doch der TRANSPARENZ verschrieben hat?

Man nennt die Hunde eben „auffällig“ und so werden sie dann von einem zum anderen geparkt, natürlich gespickt mit den besten Wünschen und vollstem Verständnis der anwesenden Personen. Manchmal steht hilfsbereit ein Tierheim zur Verfügung, die diese armen Socken aufnehmen. Wahrscheinlich der Hunde Glück im Unglück, so auf Umwegen, in professionelle Hände zu gelangen.
Und dann merken z.B. diese erfahrenen TH-Angestellten und das womöglich gleich zu Anfangs, wenn sie ein „auffälliges Überbleibsel“ aufnehmen, dass dieser Hund extrem leinenführig und ein führbarer und freudiger Hund ist, der dort nun im Tierheim angenommen wurde und schwupp die wupp, ist auch mal ein strammer und angeblich verhaltensauffälliger ehemaliger Zuchtrüde nach nur 14 Tagen vermittelt?
Waren hier die Profis am Werk?
Wenn ja, meinen herzlichsten Dank! Das im Namen der Tiere.
Aber, dieser Hund z.B. wurde ja „gerettet“ weil ein Zuchtrüde mit seinen 4 Jahren beim Vermehrer, ach nein, sie werden „gewerbliche Züchter“ genannt, dort ein ehemals Verhaltensauffälliger war.
Da stellt sich die Frage? Wie handhabte es der Vermehrer, ähm, gewerbliche Züchter, mit diesem Zuchtrüden über einen Zeitraum von 4 Jahren?
Ach so, dieser Hund wäre ja eingeschläfert worden, hätte der qualifizierte virtuelle Tierschutz diesen Hund nicht aufgenommen?
Da stellt sich die Frage, wer hält wen für blöd?
Die Baron-Münchhausen-Geschichten nehmen einfach kein Ende.

Eine ehemalige Zuchthündin landet ebenfalls über Umwegen im Tierheim? Wurde sie etwa auch verhaltensauffällig und konnte sich nach nur 2 Tagen nicht einfügen, bei der ersten Pflegestelle? Vielleicht hat der vorhandene Rüde sie einfach zu sehr bedrängt?

Ein Abgabehund, ja dem konnte dann das Tierheim erspart bleiben, der wurde flugs von seiner Patentante aufgenommen.
Hier darf nun besonders applaudiert werden.

Oh, man, das Tierschutz-Karussell lässt grüßen.
Wo kommen nur derartige verhaltensauffällige Hunde her oder sind es etwa die weniger qualifizierten Pflegestellen, die einfach überfordert sind mit ihrem Tun?
Die Hauptsache ist, jeder will dabei sein, wenn sich dieses Tierschutz-Karussell dreht.
Nur sollte man schön aufpassen, beim evtl. Herunterfallen?
» 24.November 2017 um 10:43Uhr «
Tamara Kämpgen
@ dogwatch

Oh, da scheine ich jemandem wohl gehörig ans Bein gepisst zu haben!
Vor lauter Wut hat dogwatch - oder besser moneywatch - dann offensichtlich nicht mehr richtig lesen können. Sie beißt sich zu Unrecht an den Physiotherapie-Kosten für meine Pflegehündin Lanty fest und wettert drauf los.

Dabei habe ich ausdrücklich geschrieben, dass ich keine Kostenerstattung für die Physio erwartet und auch keine beantragt hatte. So wurden mir auch keine derartigen Kosten ersetzt. Folglich muss ich auch nicht dankbar sein, dass man mir - wie Sie es formulieren - „immerhin einen Anteil ersetzt hat“.
Lesen Sie doch bitte noch einmal richtig!
Ich beklagte, dass mir die zugesagte Spendenquittung monatelang nicht ausgestellt wurde.

Sie fragen nach dem Zweck meines Erfahrungsberichtes als Pflegestelle bei Retriever in Not.
Bitte entschuldigen Sie, wenn der Ihnen nicht klar erkennbar sein sollte!
Mein Bericht soll bestätigen, was immer wieder kritisiert wird, dass es diesem Verein nämlich weniger um Tierschutz geht, sondern hauptsächlich um Geld. Und das auf Kosten der Hunde und der Pflegestellen.
Damit Retriever in Not sich nicht damit herausreden kann, dass es sich bei meinen Schilderungen um Ausnahmen bzw. Einzelfälle handelte, entschied ich mich für eine - wie Sie es nennen - „äußerst ausführlichen Darstellung“ meiner Erlebnisse bei diesem Verein.

Nun zu Ihrer Frage „Wollen sie die Verantwortung übernehmen und einem Hund, der irgendwo halbtod im Dreck sitzt, erzählen: "ich kann dich leider nicht raussholen - wir müssen die monatelange physio eines Hundes auf einer Pflegestelle bezahlen"???“

Meine Antwort lautet: „Ja!“

Denn auch der Hund auf der Pflegestelle hat vorher irgendwo halbtot im Dreck gesessen bevor er dort herausgeholt worden ist. Danach muss sich aber auch weiter um ihn gekümmert werden! Seine Leiden, die er im Dreck bekommen hat, müssen behandelt und gelindert werden! Es reicht nicht, nur zu retten! (Und dann möglichst gewinnbringend zu verkaufen )

Im Übrigen holt Retriever in Not keine halbtot im Dreck sitzende Hunde heraus. Selbst wenn doch, würde das dann kaum daran scheitern, weil für einen anderen Hund eine Therapie bezahlt wird.

So manch andere Passagen Ihres posts verstehe wiederum ich nicht:

Wie können Sie wissen, dass meine Pflegehunde den Verein mehr gekostet haben, als sie ihm eingebracht haben? Haben Sie etwa Einblick in die Geschäftsbücher?

Warum soll ich ein Buch schreiben? Worüber? Etwa über Retriever in Not?

Warum soll ich das Geld davon dann spenden? An wen? Etwa auch an Retriever in Not?

Sie glauben also, dass ich mit Bücherschreiben Geld verdienen kann? Danke für das Kompliment! Ich werde es mir überlegen.

In welchem Zusammenhang kommen Sie darauf, dass Tierschutz kein „Selbstbedienungsladen für Tierärzte“ ist?

Und in welchem Zusammenhang kommen Sie darauf, dass Sie „engagierte Menschen die ihr Hirn einschalten“ brauchen?

Für beide Aussagen haben Sie trotz des nicht ersichtlichen Zusammenhangs meine volle Zustimmung!

Nun meine letzte Frage: Warum würden sie mich nicht als Pflegestelle annehmen? Wo mich doch sogar das Vorstandsmitglied Heike W. als „gute Pflegestelle“ gelobt hat …

Aber ich nehme Ihnen Ihre Abneigung gegen mich nicht übel. Ich würde Sie ja auch nicht wieder nehmen …
» 12.November 2017 um 15:32Uhr «
G.W.
@ Tamara Kämpgen

Tamara, du hättest das anders machen müssen, um bei deinem letzten Pflegi die tierärztlichen Behandlungen genehmigt zu bekommen.
Du hättest von Anfang an im rin‘schen Pflegestübchen über die gesundheitlichen Probleme der Hündin berichten müssen. Mit aussagekräftigen Bildern und deinen Sorgen, die Hündin betreffend, wären dir Zuspruch und gute Wünsche der RiN-Gemeinde sicher gewesen.
Dann hätte die Damen vom Vorstand sich nicht mehr getraut, dir die Kostenübernahme zu verweigern.

Wie du selbst schreibst, hast du deine Spendenquittung und OP-Kostenerstattung erst bekommen, als die RiN-Gemeinde erfuhr, wie lange du darauf schon gewartet hattest.
» 11.November 2017 um 22:56Uhr «
dogwatch
@ Pflegestelle Kämpgen

Wie nett, dass sie uns alle teilhaben lassen an ihren Erfahrungen mit besagtem Verein.
Allerdings erschließen sich mir nicht ganz Sinn und Zweck der äußerst ausführlichen Darstellung ihrer Erlebnisse als Pflegestelle.

Möchten Sie uns mitteilen, dass sie eine tolle Pflegestelle sind, die gerne bereit ist, auch aus eigener Tasche Therapien für ihre Pflegehunde zu zahlen? Klasse - darüber freuen sich alle Orgas.

Erwarten sie, dass der Verein selbstverständlich die Kosten für Therapien übernimmt, die nicht vorher abgesprochen sind? Schade - das würde kaum ein Verein machen. Also seien sie dankbar, dass man ihnen immerhin einen Anteil ersetzt hat.

Ist ihnen in ihrer Bilderbuchwelt über Tierschutz (wahrscheinlich sehen sie zu viele spektakuläre Filmchen über glücklich gerettete Tiere, wo keine Kosten und Mühen gescheut wurden um dem bemitleidenswerten Geschöpf zu helfen) eigentlich klar, dass die meisten TS-Orgas finanziell am Limit sind?

Wollen sie die Verantwortung übernehmen und einem Hund, der irgendwo halbtod im Dreck sitzt, erzählen: "ich kann dich leider nicht raussholen - wir müssen die monatelange physio eines Hundes auf einer Pflegestelle bezahlen"???

Wie sie sehen, muss jeder Verein täglich abwägen, für was die Gelder verwendet werden. Wenn sie es nicht aushalten können, dass manchmal die Belange ihres Pflegehundes nicht vorrangig sind, dann sollten sie sich anderweitig engagieren.

Vielleicht sollten sie ein Buch schreiben - das Geld können sie ja dann spenden.

Wenn sie rechnen, dann wissen sie, dass ihre Pflegehunde wesentlich mehr Kosten verursacht haben als die Schutzgebühr betrug. Da freut sich jede (!) Tierschutzorga über mehr Geld in der Kasse.

Ich möchte nicht den Verein an sich verteidigen, aber Tierschutz ist meistens hart und keine heile Welt und kein Selbstbedienungsladen für Tierärzte (auch wenn manche das so sehen). Wir brauchen engagierte Menschen die ihr Hirn einschalten.

Und Nein - ich würde sie nicht als Pflegestelle annehmen.
» 11.November 2017 um 10:45Uhr «
Tamara Kämpgen
Meine Erfahrungen als Pflegestelle bei RiN/LfD, 2. Teil

Ich war insgesamt 2,5 Jahren Pflegestelle bei Retriever in Not / Liberty for Dogs. Doch diese Zeit reichte, um mein Bild von dem Verein gründlich zu verändern.

Im Folgenden jetzt der 2. Teil, in dem ich von meinen vorangegangenen Erfahrungen als Pflegestelle bei RiN/LfD berichte.

Bei meinen Kontakten mit dem Vereinsvorstand ging es ausschließlich ums Geld.

Bevor ich auf Retriever in Not / Liberty for Dogs aufmerksam wurde, hatte ich mehrmals schwer vermittelbare, meist alte Hunde aus den hiesigen Tierheimen übernommen.
Doch bei vier eigenen Hunden sollte Schluss sein. Darüber hinaus sollten nur noch kurzfristig Hunde bei mir einziehen, z. B. als Pflegehunde.

Die Ziele von Retriever in Not / Liberty for Dogs erschienen mir erstrebenswert. Deshalb bewarb ich mich Mitte 2013 und bekam umgehend eine Rückmeldung. Es hörte sich alles sehr gut an. Nur meine Frage, wie der Verein weiteres Hundeelend durch illegale Vermehrer bekämpfen würde, wurde mir nicht zufriedenstellend beantwortet. Man sagte mir, dass man sich nicht um alles kümmern könnte. Dieser Verein würde seine Aufgabe in der Rettung von aussortierten Zuchthunden sehen.

Ich war damals kaum im Internet unterwegs. Ich wusste nicht, dass es Tierschutzvereine gab, die diesen Namen nicht verdienten.
Im Forum von RIN wurde der Name „Gästebuch Straelen“ anfangs noch gelöscht oder durch XXX ersetzt.
Deshalb dauerte es ziemlich lange, bis ich feststellte, wo ich da hineingeraten war.

Wenn ich an meine Anfangszeit bei diesem Verein zurückdenke, glaube ich, dass früher die Tierarztkosten für die Pflegehunde großzügiger übernommen wurden.

Meinen ersten Pflegehund bekam ich durch eine Umsetzung. Die Zähne der Malteserhündin Lakina waren in einem sehr schlechten Zustand. Mein Tierarzt musste ihr mehr als ein Dutzend Zähne ziehen.
Dafür fragte ich meine Betreuerin, d. h. Dagmar, nicht um Erlaubnis. Ich war für die Hündin verantwortlich und ich sah, dass die Zähe gemacht werden mussten. Also wurden sie gemacht. Das war für mich eine Selbstverständlichkeit. Die rund 200 Euro für die OP zahlte ich direkt nach der OP bei dem Tierarzt.
Ich schickte ein Foto von den gezogenen, verfaulten Zähnen an die Geschäftsstelle. Marion rief mich daraufhin an und sagte, dass der Verein die Kosten selbstverständlich übernehmen würde, obwohl ich vorher keine Genehmigung eingeholt hatte. Es wäre ja offensichtlich, dass die OP nötig gewesen sei.

Mein zweiter Pflegehund war eine französische Bulldogge mit durchgetretenen Vorderpfoten.
Mehrere Spezialisten sagten mir, dass eine OP nichts bringen würde. Auch Orthesen wären nicht angezeigt. Eine allgemeine Kräftigung der Muskulatur wäre hier das Sinnvollste.
Also fuhr ich mit Lanty zweimal die Woche zur Physio. Insgesamt waren das ca. fünf Monate. Ich bezahlte dafür rund 1.000 Euro.
Auch dafür fragte ich nicht um Erlaubnis. Ich tat das, was ich als das Beste für meine Pflegehündin hielt. Ich erwartete überhaupt nicht, dass der Verein die Physio bezahlte.
Aber ich machte Marion den Vorschlag, dass sie mir die Kosten zuerst erstattet und ich dann die gleiche Summe dem Verein spende. Dann könnte ich das Geld als Spende steuerlich geltend machen.
Marion stimmte nach einigem Zögern zu. Sie überwies mir 405 Euro. Das war die Summe, die ich im laufenden Jahr bezahlt hatte. Der Betrag aus dem vergangenen Jahr wäre nicht mehr möglich, sagte sie.

Ich überwies die 405 Euro sofort als Spende zurück an den Verein.
Aber ich bekam die Spendenquittung nicht. Immer wieder mahnte ich sie an. Marion wimmelte mich telefonisch mehrmals ab. Dann ging sie gar nicht mehr ans Telefon. Auch schriftliche Bitten hatten keinen Erfolg. Als im Forum bekannt wurde, dass ich keine Spendenquittung bekam, sagten mehrere Leser dazu ihre Meinung. Da bekam ich dann nach acht Monaten die Spendenquittung.

Lantys Physiotherapeutin kontrollierte Lantys Zitzen regelmäßig auf Knoten. Sie fand zwei Knötchen, die größer wurden. Ich ertastete dann noch weitere Knötchen an anderen Körperstellen. Ich fragte mehrere Tierärzte, auch einen Spezialisten, nach den Kosten einer OP. Alle waren bereit, Lanty für die niedrigsten möglichen Kosten zu operieren.
Aber Dagmar bestand darauf, dass Lanty zum Vereinstierarzt in 150 Kilometern Entfernung gebracht werden sollte. Dort sollte sie dann mehrere Tage bleiben. Der Tierarzt würden sie abends wohl mit nach Hause nehmen, glaubte meine Betreuerin.
Inzwischen weiß ich, dass die Hunde nicht mit nach Hause genommen werden. Sie müssen die ganze Zeit in den Boxen im Untergeschoss sitzen.
So etwas wollte ich aber meiner Pflegehündin nicht zumuten und überlegte, ob ich die ca. 450 Euro selbst aufbringen sollte. Dann könnte Lanty bei mir bleiben. Und sie würde von einem Spezialisten operiert.
Ich rief in der Praxis des Vereinstierarztes an und hörte zu meiner Überraschung, dass ich Lanty nach der OP direkt wieder mit nach Hause nehmen könnte. Das war dann ok für mich. Ich fuhr sie also zum Vereinstierarzt.

Der Tierarzt ließ sich vor der OP alle Knötchen von mir zeigen. Er entfernte dann aber doch nicht alle. Auch entfernte er nicht die gesamte Milchleiste. So soll es bei Verdacht auf einen Mamatumor aber üblich und angezeigt sein.

Am Tag nach der OP waren die Wundränder noch feucht. Die Wunde sah aus, wie frisch aufgeschnitten. Zwischen den Fäden klaffte die Naht auf. Dort hatte sich jeweils Blut angesammelt. Die gesamte Bauchhaut war rot und blau unterlaufen. Ich war entsetzt und wollte gleich zum Tierarzt. Doch meine Betreuerin, der ich Fotos geschickt hatte, hielt mich zurück. Dagmar würde keinesfalls wollen, dass ich zum Tierarzt ginge. Das wäre eine ganz normale Wunde.

Ein paar Tage später ging ich dann aber doch zum Tierarzt. Die Haut um die Fäden hatte sich entzündet und im Bauch schwappte Wundwasser so groß wie ein Gänseei.

Meinen dritten Pflegehund bekam ich als eine Lhasa-Apso-Hündin. Dann stellte sich aber heraus, dass es eine Shih-Tzu-Hündin war.
Durch die Erfahrung mit der vorigen Hündin kontrollierte ich regelmäßig die Zitzen. Auch bei dieser Hündin stellte ich größer werdende Knötchen fest. Die mussten ebenfalls entfernt werden.
Aber diesmal setzte ich mich gegen sämtliche Widerstände von Dagmar durch. Am Ende stimmte sie zu, dass die Hündin von einer mir bekannten Tierärztin operiert und behandelt wurde. Das Ergebnis war tadellos.

Ich hatte zwar das Einverständnis für die OP bekommen, aber die Kosten wurden mir erst einmal nicht erstattet. Genauso wie bei der Spendenquittung wurden meine Mahnungen ignoriert.
Die OP war Ende Juni 2014 gewesen.
Zur Weihnachtszeit wurden im Forum die Einnahmen aus einer Kalenderaktion bekannt gegeben. Dazu schrieb ich dann, dass ja nun vielleicht auch Geld zur Erstattung meiner Tierarztkosten vorhanden sei. Einige Leser zeigten sich verärgert, dass man mich so lange auf das Geld warten ließ.
Daraufhin wurden mir die Kosten erstattet. Nach 7 Monaten.

Die nächsten zwei Pflegehunde waren Chihuahuas.
Soweit ich mich erinnern kann, gab es bei ihnen keine gesundheitlichen Probleme.

Bei der Vermittlung der ersten Chihuahua-Hündin bekam ich zu der Tierschutzgebühr von 450 Euro noch 50 Euro extra. Dieses Extrageld war nicht für den Verein gedacht. Ich sollte darüber verfügen. Ich stellte für den Erhalt der 50 Euro ebenfalls eine Quittung aus, obwohl die Adoptanten die zuerst gar nicht annehmen wollten.

Einige Zeit später forderte Dagmar mich namentlich im Pflegestübchen auf, nun endlich die Spende über 50 Euro auf das Vereinskonto zu überweisen. Ich antwortete ihr im gleichen Ton, dass sie mir nun endlich eine Quittung über meine 405 Euro-Spende ausstellen sollte, auf die ich nun schon mehr als ein halbes Jahr warten würde.
Dagmar wollte einen Beweis. Sie gab erst Ruhe, als ich ihr die E-Mail von den Adoptanten zeigte, dass die 50 Euro als eine Anerkennung meine Arbeit als Pflegestelle gedacht gewesen waren. Ich glaube, dass sie sich ziemlich darüber geärgert hat, dass ich die 50 Euro nicht an den Verein weitergegeben habe.

Bei der nachfolgenden Chihuahua- Hündin wurde mir dann mehrfach ausdrücklich verboten, die Tierschutzgebühr wieder in bar bei der Übergabe der Hündin anzunehmen. Das Geld sollte auf jeden Fall vorher von den Adoptanten auf das Vereinskonto überwiesen werden.
Die Adoptanten schüttelten darüber den Kopf. Sie konnten nicht verstehen, wie der Vorstand so wenig Vertrauen zu seinen Pflegestellen haben konnte. Immerhin hatte man offenbar genug Vertrauen, um ihnen ein Tier in Pflege zu geben.
Letztendlich nahm ich die Tierschutzgebühr wieder in bar an, weil die Adoptanten am Übergabetag nicht überweisen konnten.

Damit hatte ich Dagmar anscheinend erneut verärgert. Sie bekam die 450 Euro zwar sofort von mir überwiesen, aber ich hatte gegen ihre Anweisungen verstoßen.

Bei den nächsten Touren bekam ich keinen Pflegehund mehr.
Erst wieder, als eine Frankreichtour anstand. Wohl weil sie knapp an Pflegestellen waren.

Ich bekam die Shih-Tsu-Hündin Fabala. Inzwischen war ich nicht mehr bereit, irgendwelche Tierarztkosten zu übernehmen.
Als ich bei Fabala schon wieder Tierarztkosten ankündigen musste, wird es Dagmar wohl endgültig mit mir gereicht haben.

Wie es dann weiterging, habe ich bereits im 1. Teil berichtet.

Damit war dann meine Zeit als Pflegestelle bei RIN beendet.

Aber mein Kampfgeist war geweckt:

Wie es nach der Adoption von Fabala weiterging, werde ich im 3. Teil meiner Erfahrungen mit Retriever in Not e.V. berichten.
» 09.November 2017 um 20:34Uhr «
Graf Zahl
Bestand an RiN/ LfD- Hundetagebüchern am 01.01. 2017 (Vorjahreszahlen in Klammern):

24 ( 15 ) Retriever in Not
59 ( 35 ) Liberties for dogs
83 ( 50 ) Hunde

Bestand am 31.10.2017:

10 ( 12 ) Retriever in Not
27 ( 35 ) Liberties for dogs
37 ( 47 ) Hunde

Zugänge in 2017: 257 ( 284 )
im Januar: 9 ( 15 ) Hunde
im Februar 39 ( 35 ) Hunde
im März 32 ( 30 ) Hunde
im April 26 ( 37 ) Hunde
im Mai 31 ( 36 ) Hunde
im Juni 34 ( 34 ) Hunde
im Juli 20 ( 34 ) Hunde
im August 18 ( 11 ) Hunde
im September 24 ( 27 ) Hunde
im Oktober 24 ( 25 ) Hunde

davon
64 Labrador
19 Golden
11 Chihuahua
33 FB
14 Mops
21 Malteser
12 ShiTzu
15 Mischlinge
3 EB
2 Beagle
1 Lhasa Apso
1 Bassett
3 JRT
1 Basett
6 Yorkie
7 Pudel
1 Weimaraner
7 Cocker
17 CKC
1 Japan Chin
6 Westie
2 Dackel
1 Bichon Frise
1 Bourdeaux-Dogge
1 Border Collie
2 Zwergspitz

Verkaufte Tiere im Jahr 2017: 303 ( 287 )
(Anfangsbestand + Zugänge – Endbestand: 83 + 257 – 37)

Daraus folgt als Umsatz aus Tierverkäufen im Jahr 2017:

303 Hunde x 450 Euro = 135.450 Euros

Fragt Euch mal, wo das Geld bleibt...


Gruß
Graf Zahl
» 01.November 2017 um 06:25Uhr «
Der Maulwurf
@ Tamara Kämpen

Es wäre interessant zu wissen, wie viele Pflegestellen aus ähnlichen Beweggründen ihren Pflegehund behalten.
Immerhin gibt jede 5. - 6. Pflegestelle ihren Pflegling nicht wieder her und ist bereit, den vollen Kaufpreis für ihn zu bezahlen.

Schade, dass kaum jemand den Mut dazu aufbringt darüber zu berichten!
» 30.Oktober 2017 um 02:56Uhr «
Tamara Kämpgen
Meine Erfahrungen als Pflegestelle bei RiN/LfD


Die Zeit vergeht auch bei mir viel zu schnell und mittlerweile sind schon wieder drei Monate vergangen, seit ich angekündigt habe, meine Erlebnisse als Pflegestelle des Vereins Retriever in Not / liberty for dogs aufzuschreiben.

Wegen des Umfangs meines Berichtes teile ich ihn in drei Teile auf.

Als erstes nun die angekündigte Geschichte um den RIN-Pflegehund, der mir beinahe wieder weggenommen worden wäre.
Es sollte der Höhepunkt meiner schlechten Erfahrungen mit diesem Tierschutzverein und gleichzeitig das Ende meiner ehrenamtlichen Pflegetätigkeit für ihn werden.

Mein letzter Pflegehund war eine Shih Tzu Hündin aus Frankreich, die vorher bei dem Vereinstierarzt kastriert worden war.
Fabala soll derart stark verwurmt gewesen sein, dass sie neben dem Antibiotikum wegen der OP zusätzlich noch mit einem Wurmmittel behandelt werden sollte.
Später stellte sich heraus, dass eigentlich eine andere Hündin das Wurmmittel haben sollte.

Statt Würmern hatte meine Pflegehündin Flöhe. Auf Anraten des Tierarztes wurden dann auch meine eigenen Hunde behandelt. Die 180 Euro dafür zahlte ich aus eigener Tasche.

Die erste Nacht nach Fabalas Ankunft verlief für uns alle ruhelos, da sich Fabala ununterbrochen kratzen musste. Dabei verlor sie büschelweise Haare und die Haut war stark gerötet.
Das konnte alles sein, Allergie, (Hormon-)Umstellung und sogar Staupe.

Der Tierarzt verordnete zunächst einmal ein juckreizstillendes Medikament.
Neben den Ohren waren auch die Augen entzündet. Das konnte durch das Kratzen entstanden sein oder von den Wimpern, von denen einige in Richtung Augapfel wuchsen.
Ins Auge wachsende Wimpern, das weiß ich jetzt sind ein häufig vorkommendes Problem bei Shih Tsus, was unbehandelt schnell zu Blindheit führen kann. (Täglich mehrmals Augentropfen, wie bei einem Shih Tsu später bei einer anderen Pflegestelle, lösen das Problem nicht und sind auf Dauer teurer als die zwei bis drei notwendigen OPs zur Entfernung der Wimpern.)

Meine Pflegehündin hatte also mehrere größere ( und wohlmöglich teure) „Baustellen“, die ich sofort meiner Betreuerin Kerstin mitteilte.
Wir kamen überein, dass all das vor einer endgültigen tierärztlichen Abklärung erst einmal zwei bis drei Wochen nur beobachtet werden sollte.

Ein langjähriges Vereinsmitglied, mit dem ich über Fabalas Probleme sprach, vermutete sofort, dass Dagmar alarmiert sein würde, wenn sie davon hört. Dagmar würde bei Fabala hohe Tierarztkosten auf den Verein zukommen sehen, die sie aber vermeiden wollte. Sie würde die Hündin möglichst schnell vermittelt sehen wollen, bevor es eine eindeutige Diagnose über die möglichen Krankheiten und die Folgekosten gab. Die müsste den neuen Besitzern mitgeteilt werden. Dann würde es eher schwierig werden die Hündin - wenn überhaupt - zur üblichen Gebühr vermittelt zu bekommen.

Die andere Möglichkeit, die in einem solchen Fall von dem Verein bereits öfter durchgeführt worden wäre, sei den kranken Hund zur Behandlung zum Vereinstierarzt zu bringen. Dort würde der Hund dann an einen seiner Praxismitarbeiter gehen.
Aber diese Möglichkeit war bei mir nicht gegeben. Ich hatte nämlich bei einer früheren Pflegehündin schon einmal durchgesetzt, dass die nicht zu Helmut kam. Sie wurde bei meiner Tierärztin operiert. Dagmar konnte sich denken, dass ich Fabala sicherlich auch nicht zum Vereinstierarzt bringen lassen würde.

Schließlich würde es immer noch die Möglichkeit geben, mir die kranke Hündin wieder abzunehmen. Mit vorgeschobenem Grund oder ohne Grund. Das würde dann wahrscheinlich ein bisschen Wirbel verursachen, aber der würde sich erfahrungsgemäß auch wieder legen.

Ich war mit keiner dieser Zukunftsaussichten für meine Pflegehündin einverstanden. Deshalb beschloss ich, sie notfalls selbst zu übernehmen.

Wie erwartet wollte Dagmar sehr schnell ein Foto von Fabala haben um es ins Netz zu stellen. Es machte offensichtlich nichts, dass die Hündin da noch zerrupft und krank aussah.
Im Profil hatte ich die Aussagen über die Gesundheit ausgelassen. Später stand dann da: „Hat noch Hautprobleme, ist in Behandlung“.
Das stimmte so ja wohl nicht!
Von den Augenproblemen wegen der Wimpern wurde auch nichts gesagt.

Tatsächlich soll es dann innerhalb weniger Stunden nach Veröffentlichung des Fotos von meiner gerupft aussehenden Pflegehündin „eine sehr schöne Bewerbung“ gegeben haben. Mit der sollte ich mich in Verbindung setzen. Ich fragte meine Betreuerin ungläubig, ob die Bewerber denn über alle gesundheitlichen Probleme informiert wären. Kerstin bejahte das. Die Leute hätten sich total in Fabala verliebt. All die gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Ungewissheiten würden ihnen nichts ausmachen.

Das war der Moment, wo ich Angst um die Hündin bekam.
Nach den vorangegangenen Warnungen befürchtete ich jetzt, dass es sich bei der Bewerbung um einen Strohmann von Dagmar handelte, dem ich Fabala dann vermitteln sollte. Und wenn ich ablehnen würde, würde Dagmar mir die Hündin abnehmen. Soll ja schon vorgekommen sein.

Es konnte meines Erachtens kein echter Interessent sein. Denn Dagmar musste davon ausgehen, dass ich ihm von den Krankheitssymptomen erzählen würde. Ich würde die Hündin nicht an ahnungslose Adoptanten abgeben, solange die diversen Krankheitssymptome nicht abgeklärt waren. Denn allein hinter den Symptomen Haarausfall und starker Juckreiz konnten schlimme, sogar tödliche Krankheiten stecken, die erst einmal abgeklärt werden mussten.

Also sagte ich meiner Betreuerin, dass ich Fabala selbst behalten wollte.

Ich bekam einen Vorvertrag. Den musste ich unterschreiben und an die Geschäftsstelle schicken.
So ein Vertrag hat keine rechtliche Bindung. Er enthält auch keine Rechtsbelehrung oder Fristen zur Zahlung der Tierschutzgebühr. Er ist eher als eine Willenserklärung zu verstehen.
Erst durch einen richtigen Kaufvertrag geht das Tier an den neuen Eigentümer über.
Solange der Kaufvertrag nicht abgeschlossen ist, gehört das Tier noch dem Verein, d. h. der Verein hat noch für ihn zu sorgen.

Abgesehen von der rechtlichen Lage bin ich der Meinung, dass, egal wer das Tier am Ende bekommt, er vorher wissen muss, was ihm fehlt und auf was er sich einlässt. Das zu prüfen fällt noch in den Bereich der Pflichten des abgebenden Tierschutzvereins.
Eine Übernahme „wie besichtigt“ darf sich auf ein Auto beziehen, nicht aber auf einen Tierschutzhund!

Ein paar Tage später war die erste Packung apoquel gegen den Juckreiz aufgebraucht. Ohne das Medikament kamen der Juckreiz und das Kratzen dann aber wieder. Es war anscheinend doch etwas anderes und hing wohl nicht mit der Hormonumstellung zusammen.
Das hieß, es musste zur Diagnose eine Blutuntersuchung gemacht werden.

Mindestens bis zum Ergebnis der Blutuntersuchung würde Fabala das apoquel brauchen.
Ich kaufte es bei einem anderen Tierarzt, den ich dabei auch noch einmal zu den Behandlungskosten fragte. Er meinte auch, dass neben den apoquel für 65 € erst einmal circa 180 € für die Blutuntersuchungen und 250 bis 450 € für die Wimpernentfernung zu rechnen sind.
Das teilte ich gleich nach dem TA-Besuch meiner Betreuerin mit. Ich sagte ihr aber gleich, dass ich die Kosten für die Wimpernentfernung selbst zahlen wollte, weil das nicht von dem Vereinstierarzt sondern von einem Spezialisten gemacht werden sollte.

Meine Betreuerin war über die Höhe der Kosten erschrocken und sagte: „Nein, das zahlt Dagmar nicht.“

Keine zwei Stunden später rief mich Anke von dem Team Vermittlung an. Dagmar würde schäumen vor Wut und wollte gleich an nächsten Morgen die Hündin bei mir abholen lassen. Aber sie (Anke) hätte noch ein gutes Wort für mich eingelegt, damit Dagmar noch ein paar Tage abwartet. Ich müsste aber sofort die Tierschutzgebühr bezahlen. Wenn das Geld bis zum Wochenende auf dem Vereinskonto wäre, würde Fabala nicht bei mir abgeholt werden.

Anke meinte, dadurch dass ich bereits den Vorvertrag unterschrieben hätte, bräuchte der Verein nicht mehr länger für die Tierarztkosten aufzukommen. Sobald ich mich also für die Adoption entschieden hätte, würden alle Kosten und Verpflichtungen auf mich übergehen.
In den Verträgen steht aber, dass der Hund solange dem Verein gehört, bis die Tierschutzgebühr komplett bezahlt ist. Die hatte ich aber noch nicht gezahlt. Also gehörte Fabala noch dem Verein. Solange müsste der Verein auch für die Tierarztkosten aufkommen.
Aber diesen Einwand ließ Anke nicht gelten. Die Vertragsklausel gelte ausschließlich der Absicherung des Vereins und nicht des Adoptanten.
Auch mein Argument, dass erst vor kurzem bei dem Hund Nasiel sogar nach der Vermittlung noch TA-Kosten übernommen worden seien, ließ Anke nicht gelten. Das wäre etwas ganz anderes gewesen. Nasiel sei sehr krank gewesen und die TA-Kosten wären den Adoptanten nicht zuzumuten gewesen.
Anscheinend sind mir die Tierarztkosten aber schon zuzumuten!
Ich sagte, dass ich Fabalas Übernahme nicht von der Erstattung der Tierarztkosten abhängig machen würde. Ich hätte es nur für selbstverständlich gehalten, dass ein Tierschutzverein vor der Vermittlung untersuchen lässt, was dem Tier fehlt und die notwendigen Behandlungen in Auftrag gibt und bezahlt.
Anke blieb aber bei dem Ultimatum: Entweder ich überweise umgehend die komplette Tierschutzgebühr oder Dagmar würde Fabala bei mir abholen lassen.

Also ließ ich gleich am nächsten Tag die vollen 450 Euro Tierschutzgebühr anweisen. Ich wollte die kranke Hündin vor dem Ungewissen bewahren, das nach einer Abholung mit ihr geschehen wäre.

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Das war vor ziemlich genau zwei Jahren. Eigentlich hätte nach einem Jahr die Nachkontrolle sein müssen. Aber ich habe diesbezüglich nie mehr etwas von dem Verein gehört.
» 27.Oktober 2017 um 23:08Uhr «
Richtigstellung
" Graf Zahl

Nach Gardelegen trifft es die nächste Tierschutzeinrichtung in Deutschland:

http://www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elst
erwerda/Das-Herzberger-Tierheim-ist-dicht;art1059,
6220470

Übrigens hatte die erste Schließung 2015 einen ähnlichen Grund wie die Schließung in Gardelegen: Das TH Herzberg hatte Hunde aus einen illegalen Import der "aw2-Tierhilfe" aus der Ukraine aufgenommen.

Grüße
Graf Zahl"

2015 hatte das Tierheim "nur" einen Aufnahmestopp wegen Mängel. Mit dem Transport der AW2 hatte das garnichts zu tun.
Anzeige gegen die AW 2 erfolgte. Ergebnis nicht bekannt. Das Tierheim Herzberg hatte dadurch keine Unanehmlichkeiten.

Das Tierheim Herzberg besteht noch, nur wurde die Betriebserlaubnis entzogen. Ca. 30 Hunde und Katzen sind dort noch untergebracht.
Die 1. Vorsitzende Frau Meißner hat einen Zivilprozeß gegen ein klagendes Mitglied verloren.
Die Mitglieder wollen das Tierheim erhalten. Die erste Vorsitzende geht im Alleingang schadet den Tieren, schmeißt Kritiker aus dem Verein und hat im Tierheim 2 Mitarbeiter.
Gegen die 1. Vorsitzende wurde weiterhin Strafanzeige wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz § 17, Fundtierunterschlagung § 246 und Veruntreuung gestellt.
» 23.Oktober 2017 um 07:10Uhr «
Kathy
@ Maulwurf: selbst für einen Aussenstehenden war es erkennbar, zumindest wenn man die altten Tagebücher kennt.
1. Caprice scheint ja wieder mit ihrem Nick im Forum aktiv, sie wurde in der letzten oder vorletzten Woche als neuer Nutzer "wieder begrüßt".
2. die Orthografie ist unverwechselbar
3. und die Sofafotos sind unverwechselbar
» 17.Oktober 2017 um 07:49Uhr «
Der Maulwurf
Die geschönte Janine pflegt schon wieder für RiN!

Keine 3 Monate nachdem die Japan-Chien-Hündin Penga in einer leisen Aktion zu einer einsatzfreudigeren Pflegestelle umgesetzt wurde, ist es der aufgehübschte caprice gelungen, selbst wieder Pflegestelle bei RiN zu werden. Ganz einfach, indem sie sich sofort meldete, als für die Dackelhündin Gabriella ein neues Pflegekörbchen gesucht wurde. Die Umsetzung aber drängte nicht so sehr, als dass auf Janines Angebot am 1. Tag der Veröffentlichung gleich hätte eingegangen werden müssen. Für das junge Dackelchen hätten sich bestimmt innerhalb weniger Tage mehrere gute Pflegestellen gemeldet.

Die Beteiligten gaben sich dann offensichtlich große Mühe um zu verheimlichen, dass Gabriella zu Janine E. gebracht wurde: Im Pflegetagebuch gibt es keinen Hinweis auf eine Umsetzung, vor allen Dingen aber gibt es keine caprice-typischen Merkmale, durch die man auf Janine E. als Pflegestelle schließen könnte.
Vor diesem Hintergrund ist es wohl auch nicht als Versäumnis, sondern als Absicht zu betrachten, dass die Postleitzahlen des Aufenthaltsortes der Hündin nicht geändert wurden.

Warum diese Heimlichtuerei?

Bestimmt nicht wegen des Maulwurfs, der immer so viel Böses in dem „Giftblatt Straelen“ verbreitet!

Anscheinend sollen wieder ‚mal die paar stimmberechtigten Mitglieder hinters Licht geführt werden.

Schade!
Ich würde so gerne arbeitslos werden!

Nun sollten die Verantwortlichen aber im Sinne des Hundes handeln und ihn bei caprice belassen, um ihm nicht noch eine weitere Umsetzung zuzumuten. Mit tatkräftiger Unterstützung fähiger RiNler (die es tatsächlich gibt) wird Gabriella schnell Adoptanten finden.

Danach aber … !
» 17.Oktober 2017 um 03:15Uhr «
vicky
Ihr Lieben,
diskutiert wegen mir nicht mit DUMMEN.
Ignoriert sie einfach. Oder macht es wie die Hunde:
schei... drauf
» 13.Oktober 2017 um 21:43Uhr «
Sandra K.
Brauchst du nicht liebes Flattervieh. Den Hunden von Vicky geht es super. Einfach mal ihr Angebot annehmen und sich selber ein Bild davon machen. Oder doch zu feige dafür? Die Wahrheit schmerzt ich weiß, aber du wirst es verkraften. Komisch ist nur, das all die Besucher, das Veterinärsamt und auch die Nachkontrollen der Tierschutzorganisationen und Tierheime nur stets positiv über die Bulli Oase schreiben und die Hunde bestens versorgt werden und gut aussehen. kauf dir eine Brille Zaunkönig. Am besten 2 für den Preis von 1, dann kannst du dem Sternchen auch eine schenken und nun mach einen Abflug du erbärmlicher von Neid zerfressener Mensch.
» 13.Oktober 2017 um 21:07Uhr «
Zaunkönig
Ach, Ihr tollen Vicky-Fans,
komisch, dass Ihr es nicht merkt: Mit Euren Schilderungen bestätigt Ihr ja gerade das, was ich kritisiere: Die Hunde sind nicht durchgehend versorgt! „20-Stunden-Tage“, „höchstens 2-3 Stunden alleine“, „Vicky hat Ihren Oldtimer für die Hunde verkauft“- weder finanziell noch personell sind die Grundbedingungen für eine verantwortungsvolle Hundehaltung gegeben. Mein Gott, inzwischen sollen es sogar 15 Hunde sein: Bei welcher Zahl fangt Ihr denn an, Euch mal Gedanken zu den Bedürfnissen der Hunde zu machen? 16, 17 oder 25 ????
Aber vielleicht kann man es auf den einfachen Nenner bringen: Ihr wollt Eure Vicky als Säulenheilige behalten, ich mach mir mehr Gedanken zu den Hunden.

Grüße
Zaunkönig
» 13.Oktober 2017 um 17:49Uhr «
Svetlana
Fragt euch doch einfach mal, warum bislang nicht einmal das Angebot von Vicky an Sternchen, sie persönlich zu besuchen auf ihrem Gnadenhof, angenommen wurde? Allein dies ist doch schon Antwort genug auf all ihre Lügen, denn... 1. die Tarnung der falschen und hinterlistigen Person würde auffliegen und 2. diese Person (Sternchen/Zaunkönig) würde sich dann ein eigenes Bild davon machen können und sich davon überzeugen können, dass alles nur erstunken und erlogen ist und es den Tieren einfach nur mehr als gut bei Vicky geht! Aber eigentlich bin ich mir sogar ziemlich sicher, dass Sternchen das ganz genau weiß und aus lauter Neid nur nicht zugeben mag.
Als Arbeitskollegin und Bekannte von Vicky kann ich nur den Hut vor ihr ziehen, was sie für die Tiere macht und leistet neben ihrem eigentlichen Job ist einfach unfassbar und ich bewundere sie für ihre Kraft und auch für ihre Gleichgültigkeit den Neidern gegenüber, denn ich wäre wahrscheinlich schon längst Amok gelaufen.
» 13.Oktober 2017 um 10:08Uhr «
Pissi Langstrumpf
@ Sternchen
Die einzige Person für die man sich fremd schämen muss, sind meiner Meinung nach nur Sie.
Sie sind für mich eine neidzerfressene, widerliche Person, die es nicht erträgt, dass Vicky so beliebt ist.
Kommen Sie erst mal da hin, wo VG. hingesch.....hat, dann dürfen Sie sich vielleicht irgendwann in ferner Zukunft mal über sie äußern.
» 12.Oktober 2017 um 17:26Uhr «
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